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Tiere die unter dem heutigen Begriff Türkische Angora laufen werden im Zusammenhang genannt wenn es um die Entstehung von Rassekatzen geht. Wie so oft wenn Tiere aus fernen Ländern eine neue Heimat finden spielen Reisende eine Rolle. So auch bei den Katzen wie der Türkischen Angora die Anfang des 17 Jahrhunderts Reisende aus der Türkei mach Europa mitbrachten.Es verwundert niemanden, dass sich diese Katzen sehr schnell die Herzen der Aristrokaten und wohlhabenden Zeitgenossen eroberten. Bis zum heutigen Tag sind rund siebzig Katzenrassen in vielen Farben und zig Varietäten entstanden. Wie entstehen nun all diese Katzenrassen beziehungsweise Rassekatzen ?

Rohrkatze                                                                                                 _______________________________________________________________ Als die Hauptstammform der Hauskatze wird in der Regel die in Ägypten und Palästina beheimatete Nubische Falb-Katze (Felis silvestris lybica) betrachtet. Obwohl die Wissenschaftler in diesem Punkt unterschiedlicher Meinung sind wird eine Wildkatze die sogenannte Rohrkatze mit hoher Wahrscheinlichkeit als der Vorfahr der ägyptischen Hauskatze angesehen. Da sich selbst Jungtiere der europäischen Wildkatze in Gegensatz zur Rohrkatze nicht an den Menschen gewöhnen halten Experten es für wenig wahrscheinlich, dass ein Einfluss der europäischen Wildkatze stattgefunden hat. Nur in den benachbarten Gebieten um Ägypten wie in Ägypten selbst fanden sich ursprünglich domestizierte Katzen. Die Archäologie fand weder in Europa noch in Amerika bei Ausgrabungen Anzeichen dafür, dass domestizierte Katzen früher oder zumindest in dieser Zeit in der Nähe von Menschen gelebt haben. Vor allem der menschlichen Wanderslust ist es zu verdanken, dass sich auf der ganzen Welt die Katzen Ägyptens verbreitet haben. Die Katze hatte bei diesen Wanderungen oder Schiffsreisen - als geschätzter Mäusefänger - sowohl diese als auch die neue Bleibe von Nagern freizuhalten. Das Fell der kurzhaarigen Rohrkatze ist sandfarben wogegen die heutigen Katzen eine Vielzahl an Fellarben, Haarlängen und Beschaffenheiten hervorgebracht haben. Betrachtet man die Körperstruktur der orientalischen Katzen oder den Ursprung der heutigen Rassen so fällt auf, dass deren Gestalt wesentlich graziler und feiner sind. Ebenso ist das Fell orientalischer Rassen weicher als das Fell europäischer Katzen die zudem ein dickeres Fell haben.

Mutationen - Erbänderungen                                                                    _______________________________________________________________

Mutationen oder Erbänderungen treten sowohl bei Pflanzen als auch Tieren auf. Unter Mutation versteht man eine spontane Änderung im genetischen Material. Ist die Mutation vorteilhaft setzt sie sich für die Art durch. Wenn nicht wird sie wieder ausgerottet. Nur durch erfolgreiche Mutationen konnte sich die jeweilige Art weiterentwickeln. Beim Beispiel Katzen könnte es eine Fellfarbe sein, die es zuvor nicht gab. Oder die Schwanzlänge. Mutationen müssen aber nicht unbedingt ins Auge fallen. Mutationen können auch an Nachkommen vererbt werden. Wenn z.B. im Lebensraum einer Katze mit dünnem Fell klimatische Änderungen eintreten wie z.B. Kälte und eine Katze entwickelt ein dickes dichtes Fell auf Grund einer Mutation wird diese Katze einen riesen Vorteil gegenüber Artgenossen haben die diese Mutation nicht haben. Innerhalb kürzester Zeit wird sich eine positive Mutation in der Population durchsetzen. Tiere mit positiven Mutationen geben diese an ihren Nachwuchs weiter so dass sich diese gegenüber Tieren ohne diese vorteilhaften Mutationen durchsetzen und die Oberhand gewinnen. Zur Rassen und Artbildung sind also Mutationen ein grundlegender Evolutionsfaktor und eine natürliche Auslese. Es ist also kein Zufall, dass Katzen mit Kurzem Haar aus warmen Regionen stammen wohin gegen Katzen mit dickem dichtem Fell aus kühleren Gegenden stammen.

Natürliche Katzenrassen                                                                           _______________________________________________________________ Wenn die Rede von natürlichen Katzenrassen ist meint man damit Katzenarten die nicht durch menschliches Zutun entstanden sind und unabhängig vom Mensch jahrhunderte oder jahrtausende erfolgreich bestehen konnten. Türkisch Van, Norwegische Waldkatzen oder die Japanische Bobtail sind hervorragende Beispiele um zu veranschaulichen was natürliche Katzenrassen sind. Diese Rassen sind heute noch in ihren Ursprungsländern zu finden und Liebhaber dieser Tasse reisen regelmäßig in diese Ursprungsländer um nach zuchtgeeigneten Exemplaren Ausschau zu halten. Es gibt bei den unterschiedlichen Rassen auch unterschiedliche Ansammlungen von Liebhabern. Während es natürliche Katzenassen mit einer sehr hohen Anhängerschaft gibt finden andere Rassen wenig bis gar keine Beachtung. Türkische Van, Türkische Angora, Manx, Norwegische Waldkatze oder Japanische Bobtail sind Beispiele welche auf jeder Katzenausstellung zu finden sind und systematisch züchterisch betreut werden wogegen z. B. auf Java lebende schlanke kurzschwänzige Katzen bisher noch nicht zur systematischen Zucht die nötige Beachtung gefunden haben. Es ist nichts dagegen einzuwenden Katzen mit noch längerem Fell oder mit noch intensiveren oder ausgefalleneren Farben zu züchten so lange es Züchter gibt die die “nominaten” Formen erhalten. Es ist gerade bei Katzen sehr gut, dass diese nominaten ursprünglichen Arten preislich eben so hoch sind wie “gezüchtete” Katzen. Dadurch ist auch bei den Züchtern natürlicher Rassen das Interesse an der Zucht sehr hoch. Bei vielen anderen Tiere wie z.B. bei Schlangen ist mit nominaten Tieren kein Blumentopf mehr zu gewinnen. Um es preislich zu konkretisieren: Eine nominate (natürlich vorkommende) Königspython bewegt sich unter 100,00€. Ein Exemplar wie Phyton regius “Piebald” geht in die tausende. Die teuerste Schlange ein schneeweißer Python regius Leucist liegt momentan bei stolzen 250,000€ . Wohlgemerkt, nur durch die besondere Zeichnung  und damit Seltenheit die diese Tiere haben. Von nicht natürlichen Katzenrassen ist dann die Rede wenn a.)  der Mensch durch Kreuzungen neue Rassen schafft oder b.) sich durch gezielte selektive Züchtung die Art von ihren ursprünglichen Artgenossen gravierend unterscheiden. Bestes Beispiel ist die Siam (Siam ist heute Thailand). Die ursprüngliche Siam war eine langgliedrige magere Katze mit einem fast dreieckigen keilförmigen Kopf. Die heutigen Siamkatzen weisen dagegen eine stabilere kräftigere Körperstatur mit erheblich runderem Kopf auf.

Züchterische Katzenkreationen                                                                 _______________________________________________________________ Was über natürliche Katzenrassen hinausgeht sind züchterische Kreationen.Aus einer Amerikanisch Kurzhaar gekreuzt mit einer Perser ist die Exotische Kurzhaar entstanden. Was könnte man tun wenn man als auserkorenes Ziel eine Katze mit zahmen Charakter gleichzeitig aber das Aussehen einer Wildkatze hat ? Man nimmt eine Leopardkatze (Felis bengalensis) und verpaart diese mit domestizierten Zuchtkatzen oder Hauskatzen. Heraus kommt die Bengalkatze. Entstanden um 1950. Britisch Kurzhaar und Persische Langhaar sind das Ergebnis züchterischer Bemühungen. Man möchte Katzen mit möglichst kurzer Nase oder besonders langem Fell u.s.w. Diese Eigenschaften werden konsequent herausgezüchtet. Bei all diesen Anstrengungen sollte jedoch eins nicht vergessen werden. Das Wohl des Tieres. Es kann nicht sein, dass Tiere z.B. so klein gezüchtet werden dass die weiblichen Tiere die Jungen ohne künstliche Hilfe nicht zur Welt bringen können. Oder Tiere mit Atemschwierigkeiten aufgrund platter Nasen. Der Grad zur Perversion wird bei der Zucht nicht selten überschritten. Da wird auf Teufel komm raus Inzucht betrieben und rückgezüchtet, quer - vor und seitwärts gekreuzt nur um eine bemitleidenswerte Kreatur zu haben die sich rein optisch von allem unterscheidet was es bisher gegeben hat. Ich meine damit nicht nur die Katzenwelt sondern jegliche Tierarten.

Mutanten                                                                                                  _______________________________________________________________ War bisher die Rede von natürlichen Katzenrassen oder von Rassen die durch Züchter entstanden sind so sind Mutationen willkürlich entstanden. Als Beispiele für Mutanten dienen die Scottish Fold mit nach vorne gefalteten Ohren oder die haarlose Sphynx. Die Scottish Fold geht auf einen Wurf zweier Hauskatzen zurück. Ein kleiner Kater hatte diese gefalteten Ohren und einige Leute waren davon so entzückt, dass man beschloss mit diesem Kater eine neue Rasse aufzubauen. Solche Mutationen sind in der Regel so harmlos, dass sich diese Tiere selbst hätten zurechtfinden können. Sollte allerdings z.B. eine Nacktkatze als Mutation in kalten Regionen geboren werden wird dieses Tier - ohne zutun des Menschen - nicht überleben.

Von der Hauskatze zur Rassekatze                                                            ______________________________________________________________

Egal wie die Reaktionen auf Katzen waren übten diese Tiere von Anfang an eine Faszination auf den Menschen aus. Im Mittelalter verschmäht und gefürchtet wurden Katzen schon im Alten Ägypten angebetet und verehrt und mit Mond und Sonne verknüpft. Während des Übergangs vom Mittleren zum Neuen Reich von 1785 bis 1557 v. Chr., verehrten die Ägypter Bastet, die Katzengöttin mit Frauenkörper und Katzenkopf. Diese Göttin der Liebe und Fortpflanzung wurde sowohl in der Stadt Bubastis, die zur Zeit der Bubastiden Hauptstadt werden sollte, als auch in Sakkara verehrt, wo ihr ein Tempel, das Bubasteion, errichtet wurde. Zu jener Zeit ist es gängiger Brauch, heilige Katzen zu halten und während jährlich stattfindender Zeremonien anzubeten. Die gezielte Zucht von Katzen ist noch recht jung. Erst Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. Jahrhunderts begann man damit. Schon Jahrhunderte vorher brachten Kaufleute die Angorakatze die heutige bekannte Türkisch Angora (Angora ist heute Ankara) aus der Türkei und umliegenden Gebieten mit nach Europa. Kannte man bis zu diesem Zeitpunkt lediglich die normalen kurzhaarigen Dorfkatzen die Mäuse und Ratten in Schach zu halten hatte war man von diesen eleganten Schönheiten mit dem weißen Fell und den blauen Augen vollkommen entzückt. Es versteht sich von selbst, dass diese Tiere etwas besonderes darstellten und somit dem Adel und wohlhabenden Bürgern vorbehalten waren. Absolut “ in ” waren die Tiere am Französischen Hof. Kaufleute waren es wieder die Anfang des 19. Jahrhunderts weitere exotischen Katzen mitbrachten. So die weit entfernte Siamkatze. Diese blauäugigen schlanken Katzen mit ihren dunklen Extremitäten welche von Seeleuten auf dem Rückweg nach England mitgebracht kamen in die Hände der Ehefrauen und wurden von diesen verwöhnt und gepflegt. In jener Zeit kümmerten sich die Frauen um die Katzen weil die Männer beruflich oft unterwegs waren. Entdeckten diese auf ihren Reisen besonders schöne Exemplare an Katzen fingen sie diese und brachten sie als Geschenk für ihre Frauen mit nach Hause. Es gab natürlich auch katzenbegeisterte Männer und es entstand ein Briefwechsel zwischen diesen Männern und Frauen die exotische Katzen hielten. Es dauerte nicht lange da hatte man die erste bedeutsame Katzenausstellung organisiert. Um genau zu sein fand diese 1871 statt. Der Ausstellungsort war der Crystal Palace in London. Eine führende Persönlichkeit auf dem Gebiet der Katzenzucht war  ein gewisser Harrison Weir der auch gleichzeitig der Organisator dieser Ausstellung war. Das Privileg zur Haltung und Zucht von Katzen war ab dieser Zeit beendet. Der Zustand in der heutigen Zeit  ist der, dass sich Katzenliebhaber und Züchter in allen sozialen Schichten bewegen und insbesondere das Interesse an Rassekatzen - deren Preise sich im erschwinglichen Rahmen befinden - ständig zunimmt.                

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